Die „blinde Priesterin“

Niemand kennt ihren Namen, noch kennt jemand ihr Alter oder woher sie einst kam. Eigentlich weiß auch
niemand zu sagen, wo sie lebt oder wie es ihr trotz des fehlenden Augenlichts möglich ist, von einem Ort zu
anderen zu reisen – noch dazu, da sie nicht selten allein in gefährlichen Gegenden unterwegs zu sein scheint.
Man habe sie sagen hören, sie reise „mit dem Mond“. Doch was das bedeutet und ob es stimmt…?

Es ranken sich etliche Geschichten um die „blinde Priesterin“. Manche behaupten, sie sei die Herrin vom See
selbst, andere nennen sie eine „Hohepriesterin des fünfzehnten Kreises“ und wieder andere glauben, sie sei noch
nicht einmal ein stoffliches Wesen. Sie ist stets ganz in weiß gekleidet, hat langes schwarzes Haar, eine fein
gewobene Binde über den Augen und einen Stab, der ihr den Weg zu weisen scheint. Was auch immer sie ist,
viele Priesterschülerinnen und auch manche Priesterin wünschen sich die „blinde Priesterin“ herbei. Denn ihr
wird nicht nur nachgesagt, weise Ratschläge zu geben, sondern auch Priesterweihen durchzuführen.

Einige Bretonen sind der Blinden Priesterin bereits begegnen. Kurioserweise in Jarlow.

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