Die Herrin vom See - Das Spielkonzept

Innerhalb des Spielkonzepts der Herrin vom See bieten sich folgende Rollen an:

Der Gläubige.
Das sind all jene, die die Herrin vom See verehren und ihr Leben und Streben nach ihren Maßstäben ausrichten.
Viele Ritter in Bretonien veehren die Dame von See. Auch bei den Frauen und in der einfachen Bevölkerung hat sie ihren festen Platz.

Die Priesterin/die Geweihte.
Es gibt ausschließlich Priesterinnen, keine Priester der Herrin vom See.
Diese Frauen haben das Wissen über das spirituelle Wirken der Mächte und sind magiebegabt. Sie stehen der Herrin vom See besonders nahe. Sie ergründen und bewahren das Wissen um das Schaffen und Wirken der Herrin vom See tragen es ggf. in die Welt hinaus.

Die Priesterschülerin/die Schutzbefohlene.
Das sind junge Mädchen oder junge Frauen, in denen die Aspekte der Herrin vom See stark sind. Sie werden gern in die Hände von Geweihten (Priesterinnen) gegeben, um sie auszubilden und in ihrem Weg zu bestärken.

Der Famulus (Mehrzahl Famuli).
Das sind – zumeist männliche – Gläubige. Sie haben sich der Herrin vom See in besonderer Weise verschrieben, indem sie Priesterinnen oder deren Schülerinnen schützen, unterstützen oder in anderer Weise auf deren Weg begleiten.

Der Hüter.
Das sind Personen, die der Herrin vom See nahe stehen, nicht aber unbedingt Gläubige sind. Sie haben sich feierlich dazu verpflichtet, geweihte Orte und/oder Wissen zu schützen und zu bewahren.

Die Priesterschaft
Priesterin wird man, weil man dazu berufen wird, nicht weil man sich dafür entscheidet. Demzufolge kann ein Vater für seine Töchter zwar wünschen, dass sie sich der Herrin vom See verschreiben. Doch nur wenn sie wirklich den Funken der Herrin in sich tragen, werden sie von einer Priesterin aufgesucht und in den Zirkel aufgenommen. Auf diese Weise verhält es sich auch mit dem Aufstieg innerhalb der Priesterschaft, die aus 15 Kreisen des Wissens besteht. Ist eine Priesterin bereit aufzusteigen, wird sie von einer, ihr höher stehenden Priesterin aufgesucht und in einer Zeremonie auf die nächste Stufe geführt, also bildlich gesprochen über die Schwelle geleitet. Das ist nicht unbedingt eine geheime Zeremonie. Im Gegenteil wurden häufig schon der Priesterin nahe stehende Personen gebeten, dem Ritus beizuwohnen. In diesem Zusammenhang hört man auch immer wieder Geschichten über die so genannte „blinde Priesterin“. Niemand weiß, wie alt sie ist, noch ob sie überhaupt ein stoffliches Wesen ist. Ganz in weiß, mit langem schwarzen Haar und einer fein gewobenen Augenbinde erscheint sie in der Nacht, um Weihen zu vollbringen oder Ratschläge zu geben.

Manche sagen, es sei die Herrin vom See selbst, andere wollen wissen, dass es eine Priesterin des fünfzehnten Kreises ist und wiederum andere sagen, sie sei ein Geist aus einer lang vergessenen Zeit. Viele Priesterschülerinnen und so manche Priesterin wünschen sich das erscheinen der „blinden Priesterin“ herbei. Und jeder, der sie sieht, darf sich glücklich schätzen, denn gern gibt sie jedem gute Worte, einen weisen Rat und den Segen der Herrin vom See.

Verse für die Weihung einer Priesterin.

Es gibt keine Regeln, wie eine Priesterin zu leben hat. Zwar gibt es Kloster – das Leben unter Gleichgesinnten beflügelt den Geist und die Erkenntnis mancher mehr – aber es ist ebenso möglich, als Priesterin Ehefrau und Mutter zu sein und in einer Dorfgemeinschaft zu leben. Obwohl es keinen Kleiderkodex gibt, bevorzugen es viele Priesterinnen Kleider in den Farben weiß und/oder blau zu tragen. Viele schmücken sich ebenfalls gut sichtbar mit dem Doppelkreis mit Pfeil, dem Zeichen der Herrin vom See.

Natürlich sind Priesterinnen ihrem Wesen nach nicht alle gleich. Doch auf die eine oder andere Art finden sich folgende Attribute bei ihnen wieder: einfühlsam, erhaben, beherrscht, sanft, liebevoll, willenstark, hilfsbereit u.ä. Eine Priesterin der Herrin vom See kann man an vielen Orten finden, auch bei einem Abenteuer in den Tiefen einer Höhle oder am Abend in einer Taverne. Vielleicht wird man sie auch tanzen oder singen hören, aber gewiss wird sie niemals unflätig herumkrakelen oder sich unmanierlich geben. Und auch wenn jene Priesterinnen sanft und zurückhaltend zu sein scheinen – wehe den Mannsbildern, die ein schlechtes Wort verlieren oder sich ungebührlich gegenüber einem Weibe benehmen, die werden zurechtgewiesen, mit bösen Blicken gestraft oder auch mit einem Krug kalten Wassers im Genick zur Raison gebracht.

Kontakt zur Spieler-Orga des Konzept: kathleen(at)flammenspuk.de


Folgende Spielerinnen bespielen bereits das Konzept:

Constance de Bracy

Die Blinde Priesterin

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